5 .- 25. Juli: Melbourne - Goldcoast
Ein 30. Geburtstag, Opale, Kängusus und langsam genug gefroren...

(Sascha)
Es geht los. Osito ist wieder in Schuss und wir zwei haben endgültig genug vom Schmuddelwetter in Melbourne. Am Montag den 5. Juli 2004, nachmittags um zwei sind wir endlich bereit, starten unser Bärchen und zielen nach Norden, nächster Stopp Sydney.
Wir beschliessen, die beliebte Küstenstrasse zwischen Melbourne und Sydney mit dem wohlklingenden Namen "Princes Highway" in hiesigen Sommer zu befahren und nehmen den kürzesten Weg durchs Landesinnere. Es sind trotzdem über 900km Fahrstrecke und so erreichen wir den Campingplatz im Lane Cove Park, ein paar Kilometer nördlich der Innenstadt Sydneys, am nächsten Abend, wie für uns inzwischen üblich, nach dem Eindunkeln. Nach einem langen Fahrtag fallen wir müde ins Bett und freuen uns, dass wir endlich in Sydney sind.

Mittwoch, der 7. Juli 2004. Morgen ist mein 30. Geburtstag, weshalb ich mich wohl auf einiges gefasst machen muss… Monique hat im der Stadtzentrum für die nächsten zwei Nächte ein Zimmer in einem günstigen Hotel reserviert. Osito bleibt so lange beim Park stehen, während wir die Stadt unsicher machen. Mit Bus und Zug sind wir schnell beim Hotel, beziehen das Zimmer und machen die erste Besichtigungstour.

Wir logieren im Kings Cross Quartier, östlich der Harbour Bridge, auch als Rotlichtviertel Sydneys bekannt. Im Vergleich zu Amsterdam aber nicht der Rede wert. Von da aus sind wir geschwind in den königlichen botanischen Gärten, wo man einen herrlichen Blick auf die millionenfach fotografierten Wahrzeichen von Sydney, das Opernhaus und die Harbour Bridge, geniessen kann. Wir staunen, geniessen und fotografieren. Dann hin zum Opernhaus. Aus der Nähe betrachtet verliert es nichts von der Faszination, welche von diesem Bauwerk auslgeht. Diese Silhouette schreit förmlich "Sydney!". Als wir in der Einganshalle stehen betrachte ich die Plakate und frage mich, wie das wohl wäre, hier mal in die Oper zu gehen. Kaum drehe ich mich um, steht Monique bereits an der Kasse und holt die von ihr reservierten Tickets für den heutigen Abend ab. Die Schlaumeierin hat also schon die erste Überraschung parat, wir gehen in die Oper, ein Vorgeburtstagsgeschenk! Da wir noch ein bisschen Zeit haben bis der Vorhang aufgeht, flanieren wir am Hafen entlang zu "The Rocks" und essen eine Kleinigkeit.

Um 19.00 Uhr ist Türöffnung und Apéro. Trotz unserer Travellerkleidung fallen wir nicht negativ auf, da wir anscheinend nicht die einzigen unpassend angezogenen Touristen sind. Heute Abend wird die Operette "Mikado" aufgeführt, eine englischsprachige Produktion. Schauplatz ist ein kleines Dorf in Japan. Es handelt sich um eine Liebeskomödie, wobei einer der Hauptdarsteller stark an Peter Sellers erinnert und die Lacher ganz auf seiner Seite hat. Gebannt lauschen wir der Musik und versuchen der Handlung zu folgen. Die zweieinhalb Stunden verfliegen nur so und der Blick aus den Fenstern auf die Harbour Bridge in der Pause ist atemberaubend. Ein herrlicher gelungener Abend und eine wunderbare Überraschung zum Geburtstag.

Der nächste Morgen, 8. Juli. Mein 30. Geburtstag. Als ich die Augen aufschlage, steht Monique mit einem Kuchen vor mir und darauf brennen 30 Kerzen. Völlig überrumpelt purzle ich aus dem Bett und muss sogleich Kerzen ausblasen, Geschenke auspacken, einen Button mit der Aufschrift "30 Today" an meiner Jacke montieren. Meine Eltern rufen an und gratulieren. Bei strahlendem Sonnenschein geht’s zuerst zu einem leckeren Frühstück, welches wir ganz in der Nähe in einem netten italienischen Kaffee bekommen und laut Reiseführer das Beste in ganz Sydney sein soll. Wir werden nicht enttäuscht! Dann wandern wir abermals durch die botanischen Gärten Richtung Stadtzentrum. Wir kommen an einer Ausstellung der "World Press Photo Awards" vorbei, welche wir uns auch anschauen. Weiter zum Sydney Tower, dem riesigen Aussichtsturm. Man kann nicht einfach "nur" hoch zur Aussichtsplattform, sondern muss entweder die komplette "Tower Experience" buchen, Aussichtsplattform plus separates Unterhaltungsprogramm in Form einer Multimediashow über Australien, oder man geht im Turm oben Essen. Wir machen also die " Tower Experience". Die Aussicht ist jedoch wirklich toll, man sieht das ganze Stadtgebiet von Sydney. Riesig! Die Show danach, na ja, wer's mag…
Nach dem Turm und einem Imbiss beim Schnelljapaner (Sushi!) geht's weiter zur obligatorischen Hafenrundfahrt. Vorbei an Opernhaus und der Harbour Bridge zu den Villen der Wohlhabenden, durch das Hafenbecken zu den "Heads" uns wieder zurück. Zum Abschluss noch mal etwas Kultur in Form eines Besuchs der Biennale von Sydney.
Immer wieder klingelt und piepst das Mobiltelefon (wir haben eine australische SIM-Karte erstanden!), wo mir Freunde und Verwandte Geburtstagswünsche telefonisch oder per SMS übermitteln. Zuerst staune und wundere ich mich, woher die Leute die Nummer haben. Natürlich steckt Monique dahinter. Mich freut's und ich geniesse die viele Aufmerksamkeit sichtlich.
An einem runden Geburtstag darf ein schönes Abendmahl natürlich nicht fehlen. Monique entführt mich zu diesem Zweck am Abend an die "Bondi Beach", wobei im Winter bei Regen keine Strandstimmung herrscht. Das Restaurant ist aber ein Volltreffer. Der Tisch ist mit Rosenblättern verziert und die Bedienung anscheinend eingeweiht. Das Essen ist vorzüglich und als wir dann zum Schluss den Kaffee bestellen, kriege ich einen schokoladigen Geburtstagswunsch! Wir beschliessen den Tag mit einem Absacker in der Backpackerdisco um die Ecke vom Hotel und fallen erledigt in die Federn. Was für ein Geburtstag… Merci, Super-Monique-Schätzi!

Tag drei in Sydney startet leider mit Regen, weshalb wir unser Gepäck im Bahnhof in ein Schliessfach stellen und in diesem Fall das Schlechtwetterprogramm bestreiten. Von der Main Station mit Regenschirm durch Chinatown, Essen und weiter zum Powerhouse Museum, der australischen Version des Verkehrshauses Luzern. Viele Sachen zum anschauen und anfassen, das gefällt dem Sascha natürlich und für Monique hat's eine Modeausstellung. Tibetanische Mönche sind heute auch zu Gast, also sehen wir wie man Mendhis macht und hören eine Kostprobe ihrer Gesänge.
Am Abend fahren wir wieder aus der Stadt hinaus, holen Osito ab und fahren gleich in der Nähe zu Ueli, einem ganz lieben Schweizer, welchen wir über das Buschtaxiforum kennen gelernt und schon einmal in Melbourne getroffen haben. Er hat uns eingeladen bei ihm zu übernachten und mit ihm das Wochenende zu verbringen, wenn wir in Sydney sind, was wir gerne angenommen haben. Da uns das Sydney Winterwetter nicht gut gesinnt ist und nur Regen bringt, kochen wir gemeinsam Gulasch und Knöpfli, tauschen Reisegeschichten aus und erhalten viele wertvolle Reisetipps für die kommenden Monate. Wir versprechen im Sommer wieder zu kommen und wollen dann noch mal versuchen gemeinsam ein paar Ausflüge zu machen.

Montag früh bedanken und verabschieden wir uns bei Ueli, packen zusammen und verlassen Sydney Richtung Nordwesten zu den Blue Mountains. Vorbei an Sehenswürdigkeiten wie den Felsen "Three Sisters" kurven wir durch die bergige Landschaft jenseits der Küste. Die Nächte sind eisig kalt. Die Temperaturen fallen jeweils unter den Gefrierpunkt. Am Morgen sind die Wiesen mit Frost bedeckt. Auf dem "Bridle Track", eine Schotterpiste durch die Berge, sehen wir die ersten lebenden Kängurus.

Auf dem weiteren Weg zu Warrumbungle Nationalpark sehen wir die putzigen Tiere immer wieder auf Hügeln und Wiesen grasen. Dort angekommen erklärt uns die Kassiererin, wo ein Koala zu sehen sei und als wir zum besagten Ort kommen, können wir weit oben in den Baumwipfeln gleich unseren ersten Koalabären sichten. Der parkeigene Campingplatz scheint auch bei Kängurus beliebt zu sein, auf jeden Fall lassen sie sich von uns Touristen nicht weiter stören. Nach einer erneut frostigen Nacht, diesmal sind am Morgen unsere Stühle mit Eis bedeckt, begrüssen uns die Kängurus zum Frühstück, manche lassen sich sogar streicheln. Wir verbringen den Tag im Park mit kleinen Wanderungen und Tiere beobachten. Am dritten Tag verlassen wir den Park wieder und fahren weiter nach Norden.

Die nächste Destination ist Lightning Ridge, eine Minenstadt, wo nach schwarzen Opalen gesucht wird. Dies ist die einzige Gegend weltweit, wo schwarzer Opal vorkommt und abgebaut wird. Wir erwarten ein Touristenkaff, sind aber positiv überrascht, da momentan wohl praktisch keine Touristen da sind. Als ersten Steuern wir das Tourismusbüro an, wo wir den freiwilligen Mitarbeiter Paul nach Informationen ausfragen. Anstatt uns auf einen der Campingplätze zu schicken, erklärt er uns, wir sollen uns doch gleich beim hiesigen Thermalbad hinstellen. Das sei gratis, wir können im 41°C heissen Wasser baden und es gibt da auch WC und Duschen. Die Campingplätze verdienen eh schon genug, meint er. Auf die Frage, wo man ausserhalb der üblichen Bustouren eine richtige Mine besuchen kann, lädt er uns ein, doch am nächsten Morgen bei ihm vorbei zu kommen, er zeige uns seine. Wir nehmen natürlich an, verabreden uns für den nächsten Tag und erhalten eine genaue Wegbeschreibung. Den Abend verbringen wir bei Bier im Bowlingclub von Lightning Ridge, wo sich vor allem die älteren Einwohner treffen. Wir erfreuen uns am "Meat-Raffle", einer Fleischlotterie. Man kauft ein Los und kann ein paar Kilo Fleisch gewinnen, die Chancen stehen etwa zwei zu eins, weshalb etwa die Hälfte der Teilnehmer am Schluss Fleisch auf dem Tisch stehen haben. Es geht gleich weiter mit Live Musik, der Lokalmatador singt Countryschnulzen mit schaurig schräger Intonation und reisst dazwischen Witze. Zum Abschluss werden die Stroboskope eingeschaltet und es ist Disco, was auch zwei bis drei Jugendliche herlockt. Die Musikzusammenstellung ist nach dem Zufallsprinzip und kennt keine Grenzen. "Anything goes!"

Die Nacht war schon wieder eisig, weshalb die Aussicht auf ein heisses Bad im Thermalbad das "aus-den-warmen-Schlafsäcken-kriechen" deutlich angenehmer gestaltet. Es geht nichts über einen heissen Swimmingpool vor der Tür, solche Plätze sollte es öfter geben.
Auf dem Weg zu Pauls Mine, mit dem Namen "Homebrew Valley", so genannt, weil er zwischendurch sein eigenes Bier braut, sehen wir überall Lehmhaufen und Maschinen, welche typische Zeichen für die Opalminen hier sind. Paul begrüsst uns freundlich und entschuldigt sich dafür, dass der Tourbus spät dran sei. Die Touren besichtigen nur sein Grundstück und die Maschinen, in die Minen kann man versicherungstechnisch normalerweise nicht, wofür es spezielle Touristenminen gibt. Die Leute kommen, Paul zieht seine Show ab. Ein paar coole Sprüche und Räubergeschichten später können alle im Lehmhaufen nach Opalen suchen, während Lars, Pauls Geschäftspartner und Nachbar, nebenbei als Tourführer tätig, uns ein Tauschgeschäft vorschlägt: Eine ansehnliche Menge teurer Opale gegen unseren Osito, ernst gemeint. Wir lehnen dankend ab, da wir erstens keine Ahnung von Opalen haben und zweitens noch ein bisschen reisen wollen. Nachdem die anderen Touristen wieder weg sind, dürfen wir beide mit Paul hinunter in seine Mine gehen, wo er uns einiges über das Leben hier erzählt. Die Realität ist nicht so romantisch wie sie scheint und wir erfahren, wie hart das Leben hier sein kann. So kommt es auch, dass viele Leute hier mehr durch den Tourismus als durch das Opalschürfen Geld verdienen. Wer einen grossen Fund macht, verjubelt das Geld meistens in Schnaps und Glücksspiel. Paul wartet wie viele auf seinen Moment, scheint aber mit seinem Leben zufrieden zu sein, sieht das Opale suche als Leidenschaft. Monique und ich buddeln noch mal ein bisschen im Lehm und finden auch den einen oder anderen schwarzen Opal im Wert von zehn Rappen. Wir bedanken uns bei Paul mit schwarzer Schokolade aus der Schweiz, worüber er sich überschwänglich freut. Den restlichen Tag kurven wir durch die Gegend. Mittels am Strassenrand aufgestellten farbigen nummerierten Autotüren wird man an den Sehenswürdigkeiten und Kuriositäten dieses Ortes vorbeigelotst. Da dies auch von den Tourbussen besucht wird, treffen wir immer wieder auf Lars, lernen im Opalshop Larsens Mutter kennen und als wir uns am Abend in den Hügeln den Sonnenuntergang ansehen, taucht wieder der Bus, diesmal die Sunsettour, auf, wobei Paul nun auch dabei ist. Paul, welcher inzwischen "leicht" angeheitert ist, bittet uns zur Gruppe hinzu und versorgt uns mit Bier und erklärt allen Anwesenden stolz, dass wir ihm Schokolade geschenkt haben, die ja soooooooo lecker war. Der Besitzer des Tourunternehmens lädt uns darauf spontan zum australischen BBQ ein. Da lassen wir uns nicht zweimal bitten.
Das BBQ findet draussen im Busch neben einem Wohnwagen statt. Als wir eintreffen riecht es schon lecker und wir werden wieder sofort mit Bier versorgt. Wir trauen unseren Augen kaum, als wir sehen, wer hier alles zu Gast ist. Es scheint, dass wie in einem Film alle Protagonisten der letzten 24 Stunden hier versammelt sind. Da sind die Teilnehmer des "Meat-Raffles" und erzählen uns stolz von ihrem gestrigen Gewinn, dort steht der DJ der Disco. Am Mikrophon trällert der Lokalmatador seine Countryhits, Lars und Freundin (Fremdenführer und Opalsucher), Paul (inzwischen betrunken), der Barkeeper aus dem Bowlingclub, und so weiter. Die Leute erinnern sich alle an uns und wissen genau an welchem Tisch wir gesessen sind. Wir amüsieren uns köstlich und müssen Essen bis wir fast platzen. Vom Lokalmatador werden wir dann auch noch als Gäste aus Übersee vorgestellt und müssen für ein Gruppenfoto mitposieren, was gleich im Wohnwagen ausgedruckt und unter den Gästen verteilt wird. Um halb zehn ist der Spuk vorbei und alle müssen nach Hause. Zum Abschluss dieses ereignisreichen Tages hüpfen wir nach zehn nochmals in das heisse Thermalbecken, bevor wir uns in unseren warmen Schlafsäcken einrollen.

Da der gestrige Tag so toll war, finden wir, dass dies nicht mehr zu toppen sei und verlassen Lightning Ridge wenn's am schönsten ist, nach einem heissen Morgenbad und einem deftigen Frühstück!

Nun soll's endlich an die Küste und vor allem an die Wärme gehen. Seit wir in Australien sind, haben wir eigentlich immer nur gefroren, laufen ständig in Fleecejacken herum und tragen jeden Abend lange Unterhosen. Auf dem Weg zur Küste übernachten wir auf einen Campingplatz in Invernell, wo es schon wieder saukalt ist. Das gibt mir den Rest, wir fahren durch, bis wir an der Küste sind, egal was da kommt. So wird der Besuch des Bald Rock Nationalparks, wo der drittgrösste Monolith Australiens steht, manifestiert in einem riesigen Granitfelsen, zu einem kurzen Erlebnis. Statt den beschriebenen drei Stunden, erledigen wir das in einer. Rauf, Foto, runter, weg. Bei Sonnenuntergang sind wir an der Küste. Die erste Küstenstadt heisst Ballina, Heimat der "Big Prawn". In Australien gibt's immer wieder so künstliche Wahrzeichen in Verbindung mit der lokalen Landwirtschaft. Bei "Big Banana" steht eine riesige Banane, bei "Big Mango" eine riesen Mango und, wer hätte das gedacht, bei "Big Prawn" eine riesige Crevette. Das animiert mich natürlich dazu im nächsten Fischladen ein halbes Kilo frische Ballina-Crevetten zu kaufen und danach mit Knoblauch, Olivenöl und Pernod zu Kochen! Dazu machen wir ein schönes Lagerfeuer, setzen uns davor hin und freuen uns darüber, dass die Aussentemperatur in der Nacht über 10°C bleibt. Viel besser!

Von hier aus geht's über Byron Bay, dem östlichsten Punkt des australischen Festlands und Hippie-Surfer-Hochburg, zur Gold Coast, das Benidorm Australiens. Die Gold Coast ist voll mit Hochhäusern, Vergnügungsparks, Shoppingzentren, gilt als Surfmetropole und eigentlich, abgesehen vom Strand, absolut grässlich. Trotzdem wollen wir hier einen Besuch im "Currumbin Wildlife Sanctuary" machen, einem kleinen Non-Profit-Tierpark und Tierschutzzentrum. Monique war vor Jahren schon mal hier und fand das damals ganz süss. Morgens um acht stehen wir auch schon vor dem Eingang und können gleich bei der Wildpapageienfütterung beiwohnen. Da wir fast die einzigen sind, die so früh im Park sind, haben wir die Vögel fast für uns alleine und so sehen wir binnen Sekunden aus wie Vogelständer. Bei der Kängurufütterung haben wir auch etwa zehn Tiere pro Tourist und so zotteln wir von Fütterung zu Fütterung, von Show zu Show, während sich der Park langsam mit Besuchern füllt. Interessant ist auch die Führung hinter die Kulissen, ins Tierhospital und wo das Futter bereitet wird. Die hier gezeigten Tiere sind allesamt in Australien heimisch und so bekommen wir einen Überblick was uns die Tierwelt Australiens zu bieten hat. Vor allem die Koalas haben es uns angetan, wir lernen was der Unterschied zwischen einem Wallabie und einem Känguru ist und erfreuen uns an den gefrässigen Tasmanischen Teufeln.

Anderntags decken wir uns beim deutschen Metzger mit Fleisch- und Wurstwaren ein. Wir fahren beim Hauptquartier von King Springs vorbei, denn seit dem Einbau der neuen Blattfedern dieser Firma steht unser Auto ein wenig schief. Während wir eine Tasse Kaffee, bzw. Tee, kriegen, ersetzt der Hausmechaniker die entsprechende Feder kostenlos, Osito steht wieder hundert Prozent gerade und wir können eine Stunde später glücklich weiterfahren. Das ist Kundenservice. Die Jungs empfehlen uns auch prompt eine seriöse Werkstatt, wo wir ein Problem mit dem Verteilergetriebe beheben wollen, was für den kommenden Montag angesetzt wird.

So verbringen wir das Wochenende mit dem Zusammenstellen dieses Reisebericht und der Fotoalben, bevor wir nach Brisbane und weiter Richtung Norden fahren…
fotoalben