13-15. Oktober: Heiliges Tal - Lago Titicaca - Grenze

(Monique)

Nachdem wir uns einen Tag lang von der schlechten Pizza erholt haben, kann es weiter gehen. Im heiligen Tal, in welchem Cusco liegt, gäbe es noch unzählige weitere Prä-Inka und Inka-Ruinen zu besichtigen. Nach Machu Picchu erscheint uns aber alles wenig verlockend ausser jene bei Pisac. Zuerst fahren wir aber zu den spektakulären Salzpfannen von Maras welche schon seit Jahrtausenden im Betrieb sind. Als wir dann am späteren Nachmittag bei den Pisac-Ruinen ankommen ist es bewölkt und regnerisch und daher kein gutes Fotowetter. Bei den Tempelanlagen treffen wir (wieder einmal) auf Reisende. Diesmal sind es zwei Velofahrer aus Schweden: Ingemar und Tua. Mit ihnen sprechen wir so lange bis tatsächlich noch die Sonne einen Strahl auf die Ruinen schickt, damit wir ein schönes Foto schiessen können.

So, aber jetzt wollen wir endlich an den Titicacasee! Die Fahrt dahin führt durch schöne Landschaften. Zur Abwechslung sitze wieder einmal ich hinter dem Steuer. Auf den Überlandstrassen hat es jeweils wenig bis kein Verkehr und die Fahrerei auf den schönen Teerstrassen ist recht entspannend. Nicht so aber in den Städten! In Juliaca schwirren so viele Velotaxis rum und die Autos fahren kreuz und quer, dass ich bald einmal total gestresst bin. Und genau da passierts: Einen kurzen Moment gucke ich auf’s GPS und sehe den Lastwagen nicht, bei welchem hinten die Ladetüre in die Strasse rausschaut. Ein krosendes Geräusch.. der rechte Rückfahrspiegel geht in die Brüche … eine falsche Steuerbewegung und ich habe doch tatsächlich Osito den Türrahmen verbogen und die Seite aufgekratzt. Sascha liebt mich gar nicht mehr in diesem Moment, was ich ihm nicht verdenken kann ;-). Auch ich bin todunglücklich über dieses blöde Malheur. Sascha ist die Vorfreude auf den Titicacasee gleich vergangen. Bekanntlicherweise sieht am nächsten Tag alles halb so schlimm aus (vor allem nach genügend Ductape auf den „Wunden“…) Trotzdem beschliessen wir, jetzt möglichst schnell nach Chile zu fahren. Ernesto’s Garage wäre zwar nur 200 km entfernt, aber eben, alle Grenzen nach Bolivien sind wegen der anhaltenden Blockaden zu. Eines wollen wir dennoch besuchen: die schwimmenden Inseln Uros. Diese sind ganz aus Schilf gefertigt und man sieht sie meist im Zusammenhang mit dem Titicacasee. Auf einer Rundfahrt mit dem Boot werden wir auf drei dieser Inseln gebracht. Alles ist sehr touristisch, aber es ist dennoch nicht so schlimm wie ich es mir vorgestellt habe. Noch am Mittag fahren wir weg von Puno. Die Fahrt über den wunderbaren Highway von Desaguadero nach Moquegua ist faszinierend.

Hier verbringen wir nach einer sehr mühsamen Sucherei nach einem Übernachtungsplatz die letzte Nacht in Peru. Am nächsten Tag passieren wir nach 16 Tagen wieder die Grenze Peru/Chile in Arica. Tschüss Peru!

fotoalbum
heiliges tal-titicacasee