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In Uyuni logieren wir wieder im Hotel, denn es wird hier schweinekalt in der Nacht. Temperaturen bis -26°! kann es haben, bei uns wird es "nur" - 11°. Wir sind uns nicht sicher, ob wir den riesigen Salar alleine befahren sollen, denn man hört so einige Schauergeschichten von wegen Leuten die sich verfahren haben in der riesigen weissen Ebene. Es gäbe verschiedene Möglichkeiten: sich entweder an eine Tour hängen und deren Autos nachfahren oder nach GPS zu fahren, wobei das Problem ist, die neuesten GPS Daten zu haben oder sich einen Guia (Führer) zu nehmen. Wir entscheiden uns nach langem hin und her fürs letztere. Durch die Tonito Tours gelangen wir an den sehr netten und angenehmen Braulio (Vor- oder Nachnahme?). Pünktlich um 8 Uhr klopft Braulio am nächsten Tag an unsere Zimmertüre. Zuerst führt er uns zum Eisenbahnfriedhof, der ein bisschen ausserhalb der Stadt liegt und in dem die alten und nicht mehr reparierbaren Züge abgestellt wurden. Uyuni war einst ein bedeutender Eisenbahnknotenpunkt. Die Einfahrt in den Salar ist in Colchani. Hier besichtigen wir eine Salzmine, wegen der Feiertage arbeitet aber heute niemand da. Braulio erklärt uns, dass ganz Colchani von der Salzgewinnung lebt. Endlich fahren wir auf den Salar. Zu dieser Jahreszeit hat es kein Wasser auf dem Salar, das bietet zwar eine weniger spektakuläre Kulisse für die Fotos, dafür tut es Osito entschieden besser! Wir kommen zu einem Hotel, welches ganz aus Salz gebaut wurde. Bis vor zwei Monaten stand gleich daneben noch ein anderes, erzählt uns Braulio, inkl. Sauna und Disco. Wegen der Verschmutzung wurde dieses aber zerstört und auch dem noch bestehenden Hotel droht wohl bald das gleiche Schicksal. Hier ist auch eine Tour mit Israelis unterwegs. Diese toben wie Kinder auf dem Salar rum und werfen sich für die Fotos in komische Posen. Braulio meint , dass die spinnen, gleich würden sie sich nackt ausziehen und so posieren, das sei sehr beliebt bei denen. Aha, schon wieder was gelernt ;-) Die „Strassen“ auf dem Salar sind wahrscheinlich die besten von ganz Bolivien. Wie auf einer Flugzeugpiste fliegen wir auf die Insel Incahuasi (Isla Pescado) zu. Hier wachsen viele Kakteen, gerade 1cm pro Jahr, was bedeutet, dass der höchste Kaktus von 12 m 1200 Jahre alt ist! Braulio weiss viel Interessantes vom Salar zu berichten, unter anderm auch die Saga von der Prinzessin Tunupa, nach welcher der Vulkan benannt wurde. Diese Saga erzählt, dass der Salar aus den Tränen von der Prinzessin entstanden ist, die die armselige ihrem untreuen Ehemann nachweinte (natürlich war die Story viel länger). Am Nachmittag fahren wir zum Vulkan Tunupa, an dessen Hängen in einer Höhle Mumien zu besichtigen sind. Pünktlich zum Sonnenuntergang sind wir Uyuni zurück. Es war ein herrlicher und ein grandioser Tag und wird immer in unserer Erinnerung bleiben! |
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