5. Juni 2003 - Hamburg: Warten auf das Schiff

(Monique)

Die geplante Abreise des Schiffs ist am 2. Juni. Die nette Frau vom Reisezentrum Weggis meldet uns, dass sich das Schiff ein bisschen verspäte.

So geniessen wir diese sonnigen und heissen Tage beim gemütlichen Campingleben, was wir nach den letzten stressigen Tagen umso mehr geniessen. Das Sightseeing-programm Hamburgs erledigen wir in 1 1/2 Tagen (der Tag ist lang, für den Fischmarkt stehen wir um 5 Uhr auf). Wir räumen nochmal alle Sachen aus und versuchen mit einer anderen Einordnung mehr Platz zu schaffen, was teilweise auch gelingt.

Dann endlich, nach mehreren Verschiebungen, teilt uns das Reisebüro mit, dass wir uns am 5. Juni, frühestens um 10 h beim Schuppen 48 einfinden sollen. Am Donnerstagmorgen fahren wir also Richtung Hafen und nach dem üblichen Navigationsdisput (Insider wissen Bescheid ;-)) stehen wir kurz darauf staunend vor "unserem" Schiff. Da liegt sie in 200m Länge: die "Repubblica del Brasile".

Freundlich werden wir vom Agenten der Grimaldi empfangen und aufs Schiff geführt. Hier zeigt uns der Stewart, Antonio, die Kabine und teilt uns mit, dass es in einer halben Stunde das Mittagessen gebe. So besteht unsere erste Handlung auf dem Schiff tatsächlich aus Essen, etwas das in den nächsten 4 Wochen eine unserer Hauptbeschäftigungen werden sollte.

Mit vollgefressenen Bäuchen holen wir erst mal unser Gepäck und richten uns in der Kabine ein. Bis wir mit Osito aufs Schiff fahren dürfen, schauen wir dem geschäftigen Treiben des Aus- und Beladens zu. Irgendwann sind wir an der Reihe und ich fahre mit Osito in den rieisigen Schiffsbauch, während Sascha fotografiert. Das Gefühl ist unbeschreiblich.

Gemäss den Informationen sollten wir am späteren Nachmittag ablegen aber um 18.00 h liegen wir immer noch im Hafen und wir werden schon wieder zum Essen gebeten. Für die die Italiener scheint pünktliches Essen weitaus wichtiger zu sein als das Auslaufen zur geplanten Zeit. Um 21 Uhr ist es soweit, wir legen ab und fahren beim herrlichsten Sonnenuntergang die Elbe hinab. Auf der Brücke dürfen wir still in einer Ecke stehen und dem Kapitän und seinem Offzieren sowie dem Lotsen zuschauen. Mit wichtiger Miene steht der Lotse da und gibt mit sehr deutschen Italienisch die Navigationszahlen durch, worauf der Kapitän diese energisch wiederholt und die Offziere ihreseits schreiend bestätigen (später stellen wir fest, dass sich der Kapitän jeweils ganz an die Art des Lotsen anpasst).

Die Elbausfahrt verpassen wir leider, denn wir sinken todmüde ins Bett. Irgendwie können wir es immer noch nicht richtig glauben, dass unser Traum jetzt wahr wird......!

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