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Unser Zuhause ist Bern, genauer gesagt, die schöne Länggasse. Ehemals war die Länggasse ein Arbeiterquartier, vor allem Italiener arbeiteten damals bei der Tobler Schokoladefabrik. Diese ist inzwischen in einem Aussenquartier beheimatet, die Bushaltestelle Uni Tobler erinnert noch daran. Für die Arbeiter baute die Tobler günstige Wohnungen, was dann auch die Studenten zu nutzen wussten, ist doch die Uni Bern auch in der Länggasse (jemand, der in der Länggasse aufwächst, braucht das Quartier nie zu wechseln: vom Kindergarten, über Primarschule, Sek, Gymnsium bis eben zur Uni). Natürlich fallen auch viele günstige Wohnungen dem Renovationswahn der Immobiliengesellschaften zum Opfer und so sind die wenigen guten günstigen Wohnungen heiss begehrt. |
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| Die Länggasse beherbergt herzige Quartierlädelis, seien es die italienischen Spezialitätenläden, der Tante Emma-Laden, den Trödlerladen (sorry Antiquitätenladen) von Räffu, die Coiffeursalons mit den Schaufensterbildern mit Frisuren der 80-er oder das Pferdezubehörlädeli. Auch kulinarisch geht’s bunt zu und her: Thai, Ayurvedaküche, Chinaküche, Griechisch, Türkisch, feine Bistroküche im „blauen Engel“ oder im „Zebra“. Weiter ist die „Muesmatt“ oder das „Veranda“ zu empfehlen. Naturgemäss führt die Liste die italienische Küche an, unser Lieblingsitaliener ist denn auch der nächste von uns, nämlich das Restaurante Famiglia Siciliana in der Tiefgarage(!). Wenn man Glück hat, sitzen an der Bar die alteingessessenen Italiener, welche lautstark zum laufenden Schuttmatsch im TV lamentieren. Die rot-weiss karierten Tischdecken und das grelle Neonlicht machen das Ambiente perfekt. Übrigens gibt’s hier die Pizza auch über die Gasse, für 10 Stutz und nur in 5 Minuten. |
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| Um die Werbung für die Länggasse noch weiter zu steigern: In 12 Minuten ist man zu Fuss am Bahnhof und in 5 Minuten im grossen Bremgartenwald. Für uns ist das ziemlich perfekt und so fiel der Gedanke schwer (vor allem mir), neben dem Job auch die Wohnung zu künden. Es würde zwar eine grössere Unabhängigkeit bedeuten aber das Zurückkommen fällt dann noch um einiges härter aus, als dass es ohnehin schon ist. |
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| So suchten wir für die Wohnung Untermieter. Wir hatten Glück und fanden in Deborah unsere ideale Untermieterin. Mit ihr zog auch ihr Kollege Andi ein. Es ist schön, dass sich die zwei wie wir an der Wohnung erfreuen, und so wie wir gelesen haben, scheint Andi mit dem Balkon schon verwachsen zu sein ;-) | fotoalbum | |